06
April
2021
|
08:21
Europe/Amsterdam

Frauenpower bei Mercedes-Benz: Zum ersten Mal schliessen drei Damen die MB-Systemtechniker-Ausbildung ab.

Der Anteil an Elektronik steigt bei modernen Fahrzeugen mit jeder Modellreihe. Dieser Trend nahm bereits vor 30 Jahren seinen Anfang – und bewegte Mercedes-Benz damals dazu, die MB-Systemtechniker-Ausbildung aus der Taufe zu heben. Dieses Jahr haben zum ersten Mal drei Frauen die anspruchsvolle Prüfung abgelegt. Mit Glanzresultaten.

Schlieren – «Wir haben es regelrecht genossen, wenn die cleverste Antwort mal wieder von einer unserer Damen kam», schmunzelt René Tautenhain, Trainer der MB-Servicetechniker-Ausbildung in der Fachrichtung Vans. Aus seiner Klasse haben mit Jasmin Schmid und Miriam Aissaoui gleich zwei Frauen erfolgreich abgeschlossen. Ebenfalls stolz äussert sich Robert Kernen, Trainer in der Fachrichtung Trucks. Orianne Alter aus seiner Klasse durfte sogar das beste Abschlussresultat der ganzen Westschweiz für sich reklamieren. «Dass sich Orianne so sehr in’s Zeug gelegt hat, hat mich gefreut», sagt er. «Sie war ein Ansporn für die ganze Truppe.»

Hochkomplexe Aufgaben und ein spannender Alltag

Aber warum hat es 30 Jahre gedauert, bis sich eine Frau für die Systemtechniker-Ausbildung anmeldet – und dann gleich drei? «Das ist wahrscheinlich Zufall», mutmasst Urs Ackle. «Vielleicht nicht ganz», gibt René Tautenhain zu bedenken. Als Mercedes-Benz vor drei Jahrzehnten die Ausbildung konzipierte, habe das einen klaren Grund gehabt: Die Personen- und später auch die Kraftfahrzeuge wurden immer technischer und komplexer. Mercedes-Benz war bei dieser Entwicklung von Anfang an ganz vorne mit dabei. Und das gleich doppelt: Einerseits mit besonders raffinierten technischen Systemen, andererseits mit der MB-Systemtechniker-Ausbildung, die bis heute sicherstellt, dass es in den Werkstätten immer gut geschulte Fachkräfte gibt, die sich mit diesen Systemen perfekt auskennen.

«Natürlich gehören schmutzige Hände im klassischen Wartungs- und Reparaturbetrieb noch immer zum Alltag», lacht René Tautenheim. «Doch heute stecken hochkomplexe Assystenzsysteme, Telematik, Softwaresteuerungen und Kommunikationstechnik in den Fahrzeugen, damit kommen auch immer mehr hochintellektuelle Tätigkeiten hinzu», ergänzt Urs Ackle, Trainer Technik Trucks. «Und genau das ist es wahrscheinlich, was die Ladies anzieht», sind sich die drei Trainer schliesslich einig. Frauen seien in den Werkstätten jedenfalls hochwillkommen und die Frage der Akzeptanz stelle sich schon lange nicht mehr.

Von der Faszination geleitet

Doch was sagen die Absolventinnen selbst dazu? Stellvertretend äussert sich Jasmin Schmid: «Mich fasziniert das Erarbeiten von cleveren Diagnosestrategien und das Aufspühren komplexer Fehler. Zudem, wollte ich die Produkte von Mercedes-Benz noch besser kennenlernen und eine echte Expertin werden.» Antworten, die bei den drei Trainern freudig aufgenommen werden.

Absolventinnen und Absolventen der MB-Systemtechniker-Ausbildung nehmen in den Werkstätten die anspruchsvollen Aufgaben wahr. Nicht selten übernehmen Sie eine Führungsposition. «Es gibt auch Beispiele von Absolventen, die es zum CEO in schweizweit tätigen Unternehmen gebracht haben», fügt Urs Ackle an. Soweit habe Sie noch gar nicht gedacht, sagt dazu Jasmin Schmid. Sie habe sich einfach von der Faszination am Beruf leiten lassen.

 

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